#53: Rise of an Empire

Badetag bei den Flimmerfreunden. Blutbad. Versteht sich. Wir bleiben, unsere Leute raushauen: 300 – RISE OF AN EMPIRE, Drenched in Blood, das Sequel, die Filmkritik, eine Filmbesprechung, das Review, ungebremste Film-Kennerschaft. Schlagworte subtil in den Fliesstext einbauen und in der Googlesuche ganz weit oben landen und oben ist das neue vorne, so hat man es uns erklärt. Alles Lüge. Die Hälfte unserer Hörer, gefühlt, tourende Musiker. Die drei A des Tourlebens: Alkohol, Autobahn, Abo-FLIMMERFREUNDE.
Der Podcast, dem die Rockstars vertrauen (Gegen ein Namedropping im Nickleback Song haben wir uns erfolgreich gewehrt). Moin. Thees Uhlmann, diese Woche Gaststar und 300 Ultra der ersten Stunde, fragt ihn, ist ja gerade auf Tour. Ansonsten, die Flimmerfreunde, Bernd Begemann und Kay Otto ziehen die Badelatschen an und die 3D Brille auf für 300 – RISE OF AN EMPIRE, das Filmgespräch.

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#52: Sex, Drugs, Folk und Vaterfreuden

Die 36 Kammern der Shaolin, harte Schläge, zwei Fortsetzungen. Doppelte Menge, Die 72 Herionbeutelchen des Philip Seymour Hoffman, harte Drogen, keine Fortsetzung, eine Beerdigung. Als wir den Cast aufgenommen haben, ist Philip Seymour Hoffman noch ein paar Injektionen entfernt gewesen von seinem vorzeitigen Ende, Seattle hatte noch nicht den Superbowl gewonnen und vielleicht war der HSV auch noch nicht abgestiegen. Da steckt also mindestens eine echte, riesige Tragödie drin. Eine echte Komödie wäre gerne VATERFREUDEN und fühlt sich dann doch eher an wie DIE NACHT VOR DER ABTREIBUNG.
Es macht ein wenig fassungslos wie hier ein Sky- /McDonalds- / GLS-/Mercedes-/Red Bull und Konsorten Werbeblock mit Versatzstücken einer romantischen Komödie verschnitten wird, um in der Summe etwas zu liefern, das reaktionärer als alle deutschen Päpste und so lustig wie Mario Barth ist. Die Grundannahme über die Betroffenen, Frauen mit Durst auf Prosecco, scheint zu sein, gehirnamputiertes Menstruations-Monster mit akutem Heißhunger auf Schwangerschaft. Gefühlt haben da selbst die Anleger, die Leonardo DiCaprio in WOLF OF WALL STREET über den Haufen fickt einen besseren Deal gemacht. Den besseren Film haben alle Beteiligten ohnehin gemacht. WOLF OF WALL STREET ist eine Innenansicht aus dem Turbokapitalismus mit der Martin Scorsese im 72. Lebenjahr ein weiteres Meisterwerk abliefert. Und weil man den Begriff nicht leichtfertig verwenden soll, gleich nochmal: INSIDE LLEWYN DAVIS. Coen Film, der die typische Coen Heldenreise, den ausweglosen Abstieg mit hervorragendem Soundtrack zelebriert. Toll. Michael Bay ist ebenfalls Fan und hat bereits vor beiden Filmen eine Art Mash-Up, PAIN & GAIN, gedreht und seine eigene Ästhetik noch oben drauf gepackt. Funktioniert natürlich nicht, sagt Kay und nur bedingt, sagt Bernd. Der Podcast der monatlichen Comebacks mit seinem ersten für 2014. Schön, dass Du noch hier bist.


#51: Hobbit 2

Gnadenbringende Tage, all denjenigen, die hierher gekommen sind auf der Flucht vor Krieg und Elend. Die Schutz suchen und verdienen und bitte bleiben sollen, solange es ihnen beliebt. Dass das nicht selbstverständlich ist, beschämt und macht wütend. Wir können nur alle dazu auffordern, ihre Stimme zu erheben für diejenigen deren Not sonst unerhört bleibt, jetzt und auch in Zukunft. Die Flimmerfreunde, Bernd & Kay haben den zweiten Teil des Hobbits geschaut und mit gemischten Gefühlen das Kino verlassen. Der Cast dann allerdings die reine Freude. Alle herkommen, alle willkommen.


#50: Paul Greengrass

Nicht jeder gute Film ist ein Paul Greengrass Film. Aber ein Paul Greengrass Film ist meist ein guter Film. CAPTAIN PHILLIPS etwa ein hervorragender. Man mag dem Mann vorhalten, dass seine Idee einer „intensified continuity“ in den BOURNE Filmen nicht immer geholfen hat, dass hier mit Bildern geballert wird, nicht ohne Verstand, bisweilen ohne Sinn.
Seine Arbeiten mit Kameramann Barry Ackroyd hingegen nutzen die Form für die Narration. Und noch etwas ist bemerkenswert, Greengrass Filme bewegen politische Themen, Konflikte einer globalisierten Welt, in den Mainstream, erzählen Geschichten, deren Ausgang lange vor dem ersten Bild klar ist. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal und in seinen besten Arbeiten BLOODY SUNDAY, UNITED 93 und nun CAPTAIN PHILLIPS so formvollendet bewältigt, dass die Filme noch lange nachwirken. Zwei Teile, ein Podcast, im Oktober begonnen, im Dezember vollendet, Bernd Begemann und Kay Otto, die Flimmerfreunde, über einen Lieblingsfilmemacher.

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#49: Frances Ha / Girls / Girlfriends / Tiny Furniture / Lena Dunham und Mädchen im Allgemeinen

Sagt der Fuchs, Du bist verhaftet wegen sexy, diese Woche zwei Downloads. Der Bernd Begemann & Olli Schulz Kracher für Eure nächste Kellerparty, Luftballontanz-Prüfsiegel inbegriffen. Groovy wie Gruppensex und jetzt bei iTunes. Ansonsten diese Woche, Bechdel Test bestanden. FRANCES HA ist bemerkenswert, nicht zuletzt weil seine Heldin nicht nach einem Mann sucht, sondern nach Selbstverwirklichung und Zufriedenheit.
Der Film weicht damit deutlich ab von der reaktionären Scheisse die vermeintlich moderne Chick Flix gerne auftischen. Vorbild ist neben der visuellen Referenz MANHATTAN sicher auch Claudia Weills GIRLFRIENDS von 1978. Eine kleine Independent-Perle, die ebenfalls als kräftige Inspiration für Lena Dunhams HBO Serie GIRLS herhalten durfte. Darüber wollen wir heute sprechen, im Studio zu Gast, Bernd Begemann und Kay Otto. Außerdem noch, Lena Dunhams Langfilm Debut TINY FURNITURE. Alles Empfehlungen und bitte in folgender Reihenfolge schauen, erst zwei Staffeln GIRLS, dann FRANCES HA, gefolgt von GIRLFRIENDS, abschliessend TINY FURNITURE. Zwei Affen auf dem Weg in den Zirkus aka die FLIMMERFREUNDE grüssen Euch herzlich.

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