#12: Leo im Traumland

Und morgen die Regierung stürzen. Baader, Ensslin, DiCaprio. Stimmt nicht? Realität ist, was Du daraus machst. Eine zärtliche Lektion, die Ende des letzten Jahrtausends Millionen von Mädchen bei der sanften Selbstberührung unter Titanic-Postern lernen durften. Gestrandet (TITANIC 2?) und gelandet, so beginnen die beiden aktuellen DiCaprio Filme, INCEPTION und SHUTTER ISLAND. Der Verlust von Familie und die persönliche Schuld daran, stehen im dunklen Zentrum beider Filme. Die sich bei allen Gemeinsamkeiten doch als Kind ihres jeweiligen Schöpfers, namentlich Christopher Nolan bzw. Martin Scorcese, entpuppen. Ohne Verluste und frei von jeglicher Schuld: die Flimmerfreunde, Bernd, Ben und Kay über ein überaus sehenswertes Double-Feature.

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16 Antworten auf „#12: Leo im Traumland“

Hey Flimmerfreunde!
Habe das Privileg euren Podcast auf der Arbeit hören zu können und kann euch bezüglich Dark City nur zustimmen!
Was ein fuckin‘ Juwel!
Genauso wie Freejack völlig unterschätzt wird (Emilio Estevez, Mick Jagger)
Danke für den tollen Podcast!

PS: Ich hoffe immer noch auf einen 50ies Podcast mit 12 Angry men, Sunset Boulevard, Rebel without a cause etc. etc. etc.

Na Jungs,

das war doch jetzt endlich mal wieder ein Genuß im Kino. Und das schönste dabei war, das in der Spätvorstellung bei uns außer mir nur ne Handvoll Leute im Saal saß.

Vorteil: keine Zwischenbemerkungen aus den Reihen davor und dahinter
Nachteil: kein Popcorn für Lau

Gibt es eigentlich neue Pläne aus dem Hause Christopher Nolan?

Schönes WE zusammen & bis nächste Woche

PS: Wie kann man eigentlich nur Aviator so gut finden *kopfschüttel*…

Das Cinecitta in Nürnberg hat übrigens nur einen IMAX-Saal, dafür beinahe in jedem Saal digitale Projektion. Ist ganz gut, da sie die analoge Projektion öfter einmal versemmelt haben. Mit Blockbustern kann man schon seinen Spaß haben im Cine, doch leider sterben auch in Nürnberg so langsam die kleinen Kinos weg… insofern ist auch unsere schöne Stadt nicht das Kinomekka, wenngleich anscheinend aber besser als Hamburg, aber hey, dafür habt ihr den schöneren Hafen.

Mein liebster Scorsese ist „Die letzte Passion Christi“, „Shutter Island“ ist meiner Meinung nach sein bester Film seit „Casino“ und Alex Proyas komplett wär spitzenmäßig!

Liebe Grüße!
Der Blob

Ich fande »Shutter Island« wirklich sehr, sehr gut und weit davon entfernt nur Scorsese-Durchschnitt zu sein. Und Leos körperliche Präsenz und seine darstellerische Leistung (wie auch die aller anderen Schauspieler) in dem Film ist außerordentlich. Grade die Auflösung des ganzen fand ich sehr genial, weil der Zuschauer das gleiche gedacht hat wie die Hauptfigur und es sich vor der bitteren Wahrheit wirklich gesträubt hat. Fand ich sehr gut gemacht.

Noch was anderes für alle Filmfreunde und -kenner.

In diesem »grafischen Kurzfilm« sind angeblich 35 Filmklassiker drin. Wer erkennt sie alle:

http://vimeo.com/13340102

Gruß

Christof

Ich zitiere euch mal frei und ohne Fußfessel aus dem Anti-Antisemiten-Cast vom 25.08.2009:

„Demnächst… Polanski komplett!“

Da sich das demnächst jährt, wäre es doch schön, wenn’s angegangen würde, zumal das ja auch ein nicht ganz unergiebiges Thema ist.

ich finde das ende shutter islands eigentlich sehr ambivalent, da es die klare zuordnung von traumprojektionen und realität verunmöglicht. inception war mir unangenehm vorgekaut und ist mir im letzten drittel dann auch noch viel zu langweilig. die gute idee ist jetzt leider für einen durchschnittlichen actionfilm verbraucht.

Yo,

also „show, don’t tell“ hat sich Nolan für INCEPTION nicht wirklich an’s Revers geheftet und entsprechend enttäuscht war ich denn auch nach dem Kinobesuch. Der Erklärbär schlägt zurück.
Dennoch halte ich C. Nolan für einen der interessantesten und beständigsten Regisseure seiner Generation.

SHUTTER ISLAND gefiel mir dagegen greato und es ist auch nach der 2. Sichtung faszinierend das Puzzle zusammenzusetzen. Es gibt einige Theorien (im Internetz), wonach Teddy/DiCaprio die Höhle an den Klippen nie verlassen hat.

Word

Hallo,

wieder ein sehr gelunger Podcast und so aktuelle, das dieser Film „Shutter Island“ in der neuesten Ausgabe von „TV Spielfilm“ S.196 auch besprochen wird. Nur bei euch – klar viel interessanter. Als Dankeschön dafür.
Ja, BEN, was soll ich sagen, Versprechungen und dann kommt nichts. Schade!

Kai, wie immer super!!

Kann es sein, daß ihr mit „der Typ aus AMERICAN PIE“ eher den Typen aus „10 Things i hate about you“ und „500 Days of Summer“: Joseph Gordon-Levitt gemeint habt?

Hamburg überlegen? In was denn?…wem denn?…ich höre immer Nordstaat–wie soll der aussehen?…schlechtere Pisaergebnisse,… schlechteres Wetter..unfreundliche Menschen..gastronomisch eine Katastrophe (bis auf die Sterneläden die ihr drei euch sowieso nie werdet leisten können)…Döner, Cola Zero und Plastikeis der Amis? – muß man mehr sagen?
..wir Süddeutschen können alles besser..sogar hochdeutsch..wa euch bleibt ist die Hamburger Schule..
…Dream on Mr. Begemann

lieber xtc
ist es nicht schön, dass unsere völker trotz aller kulturellen gegensätze
und sprachschwierigkeiten friedlich ko-existieren?
gäbe es einen bürgerkrieg, jugoslawienstil, würde der norden sicherlich den kürzeren ziehen, da wir dem furor von euch verrückten talbewohnern nichts entgegen zu setzen wüssten.
luja, sag i, ewig bayrisch bier.
WIR SIND FRANKEN!
DIE BAYERN HABEN UNS DIE REICHSINSIGNIEN GESTOHLEN!
AAAARRRRGGGHHH!!!!!!
(etc.)

Hi,
find es auch Schade, dass man Bernd Begemann nicht die Bedeutung auf dem Metier zuspricht, in dem er eigentlich zu überzeugen weiß,
aber mit direkter politischer Aussage und konkreter Idee, danach ringen,auf einer Plattform, in der es um Pop im weitesten Sinne gehen sollte, kotzt mich
an. Vielleicht versteh ich hier auch nur einen Witz nicht-„Hamburger Schule Stil“- sollte es aber hier so weitergehen, würde mich das sehr abstoßen.
(und es mir so wichtig, dass ich dass hier eingetippt habe,ja!)
Wäre Ralph Bakshi und artverwandte Erwachsenen-Animation (Heavy Traffic,Coonskin…) mal ein Thema?
Danke und Gruß

Bin über den Konsenspodcast #12 über INCEPTION beinahe erschüttert. Wie können alle 3 diesen möchtegerncleveren Film gut finden, nachdem sie selbst alle Minuspunkte aufgezählt haben?
Die ständige Exposition, die das Publikum für dumm hält, die preussisch anmutenden „Traumregeln“ und die daraus resultierende Phantasielo…sigkeit, den undefinierbaren, durchgehenden klangbrei aus Hans Zimmers Fabrik (wie schön war da sein Werk für SHERLOCK HOLMES), die Querverweise auf so viel bessere Filme wie DARK CITY, der Magel an Sympathie für alle Rollen… Ein überfinanzierter, denkfauler Leviathan, der als Feigenblatt für die Ideenarmut der Studios dient. Sonst nichts.
Auch wenn Herr Nolan mit PRESTIGE und dem verschmähten INSOMNIA (und natürlich mit MEMENTO) seine Klasse bewiesen hatte, kann er mit den überlangen Effektorgien bei mir nicht punkten. Mehr Dissonanz bitte!

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