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Kriegsfilm

#20: Kriegsfilme

„War! What is it good for?“ Unterhaltung natürlich, Dummkopf. Und das nicht erst seit Chris Tucker und Jackie Chan in RUSH HOUR. Das Volk will den Krieg, denn Krieg ist Unterhaltung, Krieg ist Abenteuer: Das leichte Schaudern beim ersten Blick auf die Preistafel im Starbucks, kurz darüber nachdenken sich abzuwenden, nur um dann doch einen Latte Macchiato, De-Caf, Sojamilch, Tall, To-Go zu bestellen. Steven Spielberg ist ein Kriegsgewinnler von SCHINDLERS LISTE zu SAVING PRIVATE RYAN, über BAND OF BROTHERS, dann die Back2Back Eastwood Filme, die MEDAL OF HONOR Videospiele und als neustes THE PACIFIC, heißt seine einzig verlorene Schlacht 1941.

THE PACIFIC vermittelt die Erfahrung dabei zu sein, auf Augenhöhe mit dem einfachen Soldaten, jetzt nicht dabei zu sein im wirklichen Krieg, dafür bitte für Afghanistan bewerben, aber höchst involviert zu sein bei irgendwas, und das ist immerhin etwas und sehr kurzweilig. Gäbe es das dazugehörige Trinkspiel „Shot for a Headshot“, zwei Folgen reichten für eine Alkoholvergiftung. Terence Malick sucht in all dem Blut nach tieferen Wahrheiten, unterhalb der Augenhöhe von THE PACIFIC läßt er seine Kamera in Bodennähe und Erdverbundenheit für THE THIN RED LINE durch das Gras eines Eilands gleiten.
Meine Damen, meine Herren, erleben Sie die Flimmerfreunde, Bernd, Ben und Kay in der Hörspielversion des besten Kriegsfilms aller Zeiten, ENTENSUPPE.