#38: Der Hobbit – Ein übererwartetes Prequel

 

Doppelt hält besser und aller guten Dinge sind drei? Was klingt wie das Youporn Weihnachtsrätsel, entspricht Peter Jacksons Idee einer Hobbitverfilmung. Überlänge, 3D, 48fps, eine Kinokarte kommt da schnell der Anzahlung auf einen Kleinwagen gleich, dafür sind die Strassenverhältnisse aktuell noch schlechter als KILLING THEM SOFTLY.

Wer wissen möchte wie eine George V. Higgins Verfilmung funktionieren kann, schaut sich lieber den unfassbar guten THE FRIENDS OF EDDIE COYLE an und wer gehofft hat, ihm blieben die Folksongs in der zweiten Verfilmung des Hobbits erspart, der sei gewarnt. Bei allem Melken, immer noch Hobbit, nicht Youporn, der Hobbit hat Pfunde zum damit Wuchern, siehe technische Spezifikationen und wer wissen möchte wie es wirklich und wie wirklich es ist, der kommt um die Kinokarte nicht herum, alternativ schaut er das Casper Video zu AUF UND DAVON, das ist kürzer, in 2D und irgendwie auch ein unerwartete Reise. GAME OF THRONES jedenfalls bleibt die Referenz im Genre, dagegen scheint der Hobbit dann doch ein Puppenspieler Epos, aber selten hat das Kasperle so gut ausgeschaut und ganz unter uns, wir freuen uns bereits auf die Fortsetzung. Von Langeweile keine Spur, 2/3 Flimmerfreunde, Bernd und Kay haben die 3D Lesebrille aufgesetzt und sich gebeugt über den ersten Teil der anstehenden Trilogie DER HOBBIT – EINE UNERWARTETE REISE.

Podcast Download:
038_der_hobbit.mp3

Hier geht’s zur offiziellen Website von DER HOBBIT – EINE UNERWARTETE REISE.

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5 thoughts on “#38: Der Hobbit – Ein übererwartetes Prequel

  1. Jungs, Ihr hättet wenigstens mal erwähnen können, dass die Hälfte des Films absolute Grütze ist…

  2. ben „bärchen“ shadow fehlt dann doch. die stille ist anders.
    schöne tage und danke!!

  3. Yeah cool ein neuer Podcast!!!
    Freu mich euch zu hören und angenehme Festtage an alle Flimmerfreunde!

  4. Schön, wieder von euch zu hören.

    Aber eine kleine Bitte:
    Bitte reiht euch nicht ein in die „Warum-fliegen-die-in-Herr-der-Ringe-nicht-überall-mit-den-Adlern-hin“-Deppenriege ein. Warum dem nicht so ist, ist durch die Handlung hinreichend erklärt; es geht um unerkanntes Transportieren des Rings, weil Saurons Auge alles am Himmel sieht, der überdies von den fliegenden Ringgeistern gesichert wird, ein Überfliegen der Mauern Mordors wäre demzufolge ein großes Auf-sich-aufmerksam-machen, darüberhinaus kann man auch den Büchern entnehmen, dass die Adler neutral bleiben wollen und nur und exklusiv Gandalf hin und wieder kleine Gefallen tun, demzufolge erst nach Vernichtung des Rings eingreifen… usw.

    Wie du mal so schön sagtest, Bernd, outen sich Star-Trek-Unkundige immer durch das dämliche „Beam Me Up, Scotty!“. Bei den Ring-Filmen ist’s die Adler-Frage, glaubt es mir.

    Ansonsten: Eine feine Folge, interessante technische Erläuterungen, ein potentielles neues Cast-Thema (verfehlte FSK-Einordnungen und die Fimwelt aus Kindersicht) und überhaupt alles hinreichend gemütlich zum Jahresausklang, als säße man noch im Ohrensessel.

    Frohe Festtage euch allen.

  5. hallo bernd, kay und abwesender ben,
    danke für eure hoch informativen und unterhaltsamen podcasts.
    habe gestern abend den hobbit gesehen und stimme mit vielem überein, was ihr gesagt habt.
    die 48-frame plus 3d nummer macht das ganze nicht realistischer, sondern eher artifizieller (vom vertigo, das ich alter seekränkling davontrug, zu schweigen).
    der film ist sehr, sehr lang, wird aber andererseits je länger, je besser. hat hervorragende action und einige echte schmuckstücke (rätselstunde mit bilbo und gollum!), aber auch uninspirierte effekthascherei (kampf der steinriesen) zu bieten.
    auch ich will jedes jahr im advent zurück nach mittelerde und hab mich sehr auf den hobbit gefreut. doch wo uns der herr der ringe in die weiten des westens geführt hat, führt uns der hobbit in die fadenscheinige kirmesbudenglitzerwelt eines aufgeblähten las vegas.
    im herr der ringe merkt man, jackson wollte einfach nur erzählen, dieses riesending bezwingen und gewuppt kriegen (na ja, bis auf ende dritter teil, wo er sich ne halbe srunde zu lange im sirup suhlt). im hobbit will er dorthin zurück, aber das material, die substanz, reicht schlicht nicht aus. vieles verkommt zur staffage. alles ist eng, übervölkert, gewollt.
    trotzdem: spass macht der hobbit und natürlich freu ich mich jetzt schon auf teil zwei und drei
    und auf weitere podcasts von euch!